Schülergruppe aus Bangladesch kommt erstmals nach Bad Wimpfen.

Gemeinsam fürs Leben lernen

2,6 Millionen Kinder in Bangladesch gehen nicht zur Schule, weil ihre Familien in Armut leben. Am Hohenstaufen-Gymnasium werden drei Mädchen zu Gast sein, die es aus ärmsten Verhältnissen herausgeschafft und die Grundschule gemeistert haben.

v. l. n. r.: Manjusree Mitra, Setu Roy, Tasmin Akter, Lipi Akter, Biva Rani und Riasat Karim

Zum Begegnungsabend im evangelischen Gemeindehaus am Dienstag, 10.10. um 19:00 Uhr sind alle Schülerinnen und Schüler mit Eltern herzlich eingeladen.

Veranstaltungen im Theaterkeller:

Mittwoch, 11.10.:

Klassenstufe 7: 5./6. Stunde (statt Sportunterricht)

 

Donnerstag, 12.10.:

Klassenstufe 6: 1./2. Stunde

Klassenstufe 9: 3./4. Stunde

Klassenstufe 5: 5./6.Stunde

 

Bad Wimpfen – Das Recht auf Bildung ist in den UN-Kinderrechtskonventionen festgeschrieben und die Politik in Bangladesch wie auch in Deutschland hat sich dem verpflichtet und verspricht, dafür zu sorgen, dass alle Kinder in die Schule gehen können. In Bangladesch gibt es zwar viele Fortschritte bei der Einschulung von Kindern, doch zugleich schließt fast die Hälfte aller Schüler die Grundschule nicht ab. Die Ursachen sind vor allem Armut der Familien, Arbeitszwang und bei Mädchen Frühverheiratung.
Seit drei Jahren unterstützt das Hohenstaufen-Gymnasium mit Spenden aus dem „Lebenslauf“ den deutschen Bangladesch-Verein NETZ, der sich vor Ort dafür einsetzt, dass alle Kinder in Bangladesch Bildung bekommen. Damit unterstützt das HSG das Grundschulprojekt von NETZ. In dieser Woche wird die besondere Partnerschaft mit einem Highlight belohnt: Erstmals kommen drei Mädchen vom 10. Oktober bis zum 12. Oktober 2017 zu Besuch nach Bad Wimpfen. Sie haben es aus der Armut geschafft und die Grundschule abgeschlossen: die Mädchen Setu Roy, Lipi Akter und Tasmin Akter haben NETZ-geförderte Grundschulen in Bangladesch besucht und so den herausfordernden Weg gemeistert, der Mädchen und Jungen wie ihnen aus benachteiligten und in Armut lebenden Familien oft verwehrt bleibt. Inzwischen besuchen alle drei Mädchen Sekundarschulen in Bangladesch. Am Hohenstaufen-Gymnasium werden sie jedoch von ihrer Grundschulzeit berichten.
Von Dienstag bis Donnerstag haben Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer/innen am HSG die Möglichkeit, unseren Besuchern zu begegnen. Am Dienstagabend um 19:00 Uhr lädt die evangelische Stadtgemeinde zu einem Begegnungsabend in das Gemeindezentrum ein. Am Mittwoch und Donnerstag haben die Klassenstufen 5-7 und 9 die Möglichkeit, bei Vorträgen zu Themen wie Schulbildung, Armut und Frühverheiratung die Verhältnisse in Bangladesch kennenzulernen und den Gästen dazu Fragen zu stellen.
Mit dabei sind auch Lehrerin Biva Rani, die aus ihrem Alltag als Grundschullehrerin im ländlichen Bangladesch berichtet sowie die Bildungsexperten von NETZ in Bagladesch, Manjusree Mitra und Riasat Karim. Beide sind seit vielen Jahren im Bildungsbereich tätig und beschäftigen sich mit modernen Ansätzen und kinderzentrierter Unterrichtspraxis. Sie werden ebenfalls aus ihrer Arbeit berichten.
Das Begegnungsprogramm vom Hohenstaufen-Gymnasium und NETZ ermöglicht einen kulturellen Austausch, wie er sonst nicht möglich ist. Schüler und Lehrkräfte aus Bad Wimpfen und Umgebung erhalten einen unmittelbaren Einblick in die persönlichen Geschichten von Schülerinnen, in die Lebenssituation in Bangladesch und in das NETZ-Projekt.

Wir bedanken uns beim Hotel am Rosengarten dafür, dass alle sieben Frauen aus der Delegation während ihres Aufenthalts in Bad Wimpfen freundlicherweise kostenlos untergebracht sind.

 

 

 

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