Besuch im Residenzschloss in Ludwigsburg der Klassen 7a und 7b

Am Mittwoch, den 10.07.2019, besuchten wir, die Klassen 7a und 7b, mit drei Lehrkräften das Residenzschloss in Ludwigsburg. Dort erwartete uns eine Führung durch das Schloss zum Thema „Absolutismus in Württemberg“.

Nach etwa einer Stunde Busfahrt kamen wir in Ludwigsburg an. Auf dem schönen Schlosshof, von dem man einen guten Überblick über das gesamte Schloss hat, wurden wir in zwei Gruppen mit je einem Schlossführer eingeteilt.

Wir, die Klasse 7a, übten zuerst auf dem Schlosshof den Flanierschritt, der damals vom König/Kaiser genutzt wurde um sich dem Volk zu präsentieren. Danach wiederholten wir die Regierungsform Absolutismus bei der die alleinige und somit absolute Macht beim Herrscher (König/Kaiser) lag. Bekannte württembergische absolutistische Herrscher waren Herzog Eberhard Ludwig (Erbauer des Schlosses), Herzog Karl Eugen und König Friedrich der III.

Herzog Eberhard Ludwig konnte leider nie in das Schloss einziehen, da er im Jahr der Fertigstellung, 1733, an einem Gehirnschlag starb.

Auch über den Herzog Karl Eugen erzählte uns die Schlossführerin einiges. Er feierte z. B. viele Hoffeste, die 300.000 – 400.000 Gulden kosteten. Als Vergleich, ein Amtmann verdiente im Jahr ca. 80 Gulden. Der Herzog war zweimal verheiratet und hatte angeblich um die 300 Kinder. Mit nur neun Jahren bestieg er den Thron, als sein Vater starb. Jedoch durfte er erst mit 16 Jahren regieren.

Auch über König Friedrich lernten wir einiges. Er war knapp zwei Meter groß und ca. 200 Kilogramm schwer. 1797 wurde er König von Württemberg.

Nachdem die Schlossführerin zu Ende erzählt hatte, durften wir noch Fragen stellen und dann ging es ab in den privaten Bereich des Königs. Die 7a durfte sich auch in den dort hängenden Spiegeln betrachten, die früher wertvoller als Gold waren. Im Empfangsbereich des Königs lernten wir die Kleider der damaligen Zeit kennen und uns wurde erklärt, dass die Zeit eine wasserlose Zeit war, da man sich aus Angst vor Krankheiten nicht wusch. Man puderte und schminkte sich, das hielt die Läuse und Krankheiten aber nicht ab.

Nach dem privaten Bereich des Königs besuchte die 7a den neuen Hauptbau. Im Marmorsaal hängt der größte Kronleuchter. Er wiegt 175 Kilo. Ein Adler, der auf die Decke gemalt ist, hält diesen. Die Schlossführerin zeigte uns, dass beim Händeklatschen ein Echo wiederhallt, das sich wie die Flügelschläge des Adlers anhört. Darauf klatschte die ganze Klasse mitsamt den Lehrern in die Hände und war danach ganz still um dem Echo zu lauschen.

Danach besuchten wir noch die Residenz der Königin und weitere Räume, z.B. das Lesezimmer sowie das Arbeitszimmer und der Dienerschaftsraum. Insgesamt hat das Schloss 473 Räume.

Den Dienerschaftsraum erkannten die Schüler sofort, da dieser nicht mit Gold verziert war, keine hohe Decke hatte und es keine Polster sondern nur Stroh gab.

Nach dieser ca. zweistündigen Führung machte unsere Klasse, die nun wieder auf die 7b traf, eine kleine Pause und fuhren dann mit dem Bus zurück nach Bad Wimpfen.

Durch diesen interessanten Ausflug wurde uns der Absolutismus veranschaulicht und die alten Sitten und Bräuche näher gebracht.

 

Jana Hofmann, 7a

 

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