Italienisch

1. Das Fach Italienisch als dritte Fremdsprache

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 können die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen das Fach Italienisch als Profilfach am Hohenstaufen-Gymnasium belegen.

Die Wahl des Profilfachs findet statt, während die Schülerinnen und Schüler noch die 7. Klasse besuchen. Das gewählte Profilfach ist ein Kernfach wie Mathematik, Deutsch, Englisch oder Französisch. Wenn Italienisch als Profilfach gewählt wird, haben die Schülerinnen und Schüler dann in der 8., 9. und 10. Klasse jeweils vier Stunden in der Woche Italienischunterricht. Auch in der Kursstufe (also in der 11. und 12. Klasse) kann das Fach Italienisch als dreistündiges Basisfach oder fünfstündiges Leistungsfach belegt werden. Am Ende kann man wie in den anderen Fremdsprachen die Abiturprüfung im Fach Italienisch schriftlich und mündlich ablegen.

2. Was lernt man im Italienischunterricht?

Die Schülerinnen und Schüler lernen Italienisch zu lesen, eigene italienische Texte zu schreiben, flüssig Italienisch zu sprechen (zum Beispiel mit dem Austauschpartner) und gesprochene Texte zu verstehen (Hörverstehen). Bereits ab dem ersten Lernjahr hören und singen wir im Unterricht moderne italienische Lieder von Musikern wie Tiziano Ferro, Nek, Eros Ramazzotti, Laura Pausini, Zucchero oder auch von Fedez oder J-Ax. Spätestens im zweiten Lernjahr werden auch Filme im Unterricht eingesetzt. Seit Beginn des Schuljahres 2016/17 arbeiten wir mit dem brandneuen Lehrwerk „ecco“ (im Handel seit September 2016) und in der Abiturvorbereitung mit „incontri“.

3. Wozu Italienisch lernen?

Zunächst einmal ein einfacher Grund: Es macht Spaß! Italienisch ist eine sehr vokalreiche Sprache, die sich schön anhört und die einfach auszusprechen ist. Italienisch ist einfach zu lernen, wenn man bereits andere Fremdsprachen beherrscht (zum Beispiel engl. traffic – ital. traffico, lat. amicus – franz. ami – ital. amico).
Nach dem Abitur kann man Italienisch an verschiedenen deutschen Universitäten studieren und mit den unterschiedlichsten Fächern kombinieren (zum Beispiel Jura, VWL, Kunstgeschichte oder einem Fach für das Lehramt). Und wer nicht studieren möchte, kann die Italienischkenntnisse ebenfalls in vielen verschiedenen Berufen gut gebrauchen: Zum Beispiel in der Wirtschaft, denn die Bundesrepublik Deutschland und besonders Baden-Württemberg unterhalten intensive Handelsbeziehungen mit Italien.

4. Der Austausch mit unseren beiden Partnerschulen

Die Schülerinnen und Schüler des HSG haben die Möglichkeit, im 10. Schuljahr an einem Austauschprogramm mit einer der beiden italienischen Partnerschulen im Piemont (Norditalien) teilzunehmen. Dies ist zum einen das Liceo Scientifico Giorgio Spezia in Domodossola, das in der Nähe des Lago Maggiore und der Schweizer Grenze liegt. Zum zweiten das ebenfalls sprachliche Partnergymnasium Liceo G.F.Porporato in Pinerolo, welches sich nicht weit entfernt von Turin befindet.

Der Austausch beinhaltet einen einwöchigen Aufenthalt in der Familie des italienischen Austauschschülers/der italienischen Austauschschülerin sowie einen einwöchigen Gegenbesuch der Italiener/innen in Deutschland. Während des Aufenthaltes in Italien besuchen die deutschen Schüler/innen den Unterricht an der italienischen Schule und lernen durch ein reichhaltiges Angebot an Exkursionen sowie Museumsbesuchen während des Aufenthalts die geschichtliche und kulturelle Bedeutung Italiens kennen. Die Italiener besuchen im Gegenzug den Unterricht am Hohenstaufen-Gymnasium und erkunden Bad Wimpfen und die nähere Umgebung (Ausflüge nach Heidelberg, Mannheim, Stuttgart etc.).

Als Zeitpunkt des Austausches wurde das dritte Lernjahr festgelegt, da die Schülerinnen und Schüler dann bereits über genügende Sprachkenntnisse verfügen, um sich mit ihren Gastschülern/innen gut auf Italienisch verständigen zu können. Überdies hinaus motiviert ein Auslandsaufenthalt die Schülerinnen und Schüler, ihre Italienischkenntnisse weiterhin auszubauen und eventuell in der darauffolgenden Oberstufe einen 4-stündigen Italienischkurs zu belegen.

Wir erachten diesen kulturellen Austausch als eine wichtige Ergänzung des Italienischunterrichts, da die Schülerinnen und Schüler in dieser Zeit nicht nur ihre mündliche Sprachkompetenz wesentlich verbessern, sondern auch sehr viel über die Lebensweise sowie die Sitten und Bräuche im heutigen Italien erfahren. Somit können sie ihre interkulturelle Kompetenz ausbauen und schulen. Deshalb nehmen nach Möglichkeit alle Italienischschülerinnen und -schüler an dieser Austauschmaßnahme teil.