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Das Neueste vom Hohenstaufen-Gymnasium
June 27, 2026
·
Kultur

Serenade im Kreuzgang 2026

Von
Amelie Erkert

In diesem Jahr konnte das Serenadenkonzert am Hohenstaufen-Gymnasium in zweifacher Hinsicht seinem Namen gerecht werden – der Abend voller Musik und Gesang konnte zum einen „al sereno“ (ital. „im Freien“) stattfinden, zum anderen steckten die wechselnden Ensembles auf der Bühne das Publikum mit ihrer Heiterkeit („sereno“ (ital. „heiter“)) durch ganz unterschiedliche Darbietungen immer wieder aufs Neue an.

So empfing der Kreuzgang am Montagabend, den 15. Juni, seine Gäste, die zahlreich erschienen und den kompletten Innenhof des Kreuzgangs füllten. Die sinkende Abendsonne, das laue Lüftchen, das empfangende historische Gebäude – fast wähnte man sich bei dieser (fast kitschig schönen) Kulisse selbst in Italien, so mediterran mutete das Ambiente an diesem Abend an.

Entsprechend sinnig war dementsprechend sicherlich der wachrüttelnde und mitreißende musikalische Auftakt durch einen Marsch („Majestic March“ und ein „Jus‘ Plain Blues“), der von den HSG-Bläsern unter der Leitung von Frau Funk präsentiert wurde und die Begrüßung der Schulleiterin Anita Wollmann-Dittmer flankierte. Zum Weiterträumen lud danach der Chor der 5. Klassen unter der Leitung von Herrn Hutschenreuther ein, der mit dem Lied „Ohne dich wär’s grau“ anrührend eine Ode an die Freundschaft vortrugen, gefolgt von weiteren Liedern wie „Teppich“ (Frank Lötzer), die zum Träumen und Luftschlösserbauen einluden. Man merkte den Schülern wohl an, dass sie aus einer eigenen Erfahrung heraus sangen – nämlich der Erfahrung, im Laufe des nun fast schon abgeschlossenen, für sie ersten Schuljahrs am HSG viele neue Freundschaften geknüpft haben zu dürfen.

Im Anschluss wartete der Mittelstufen-Chor (unter gleicher Leitung) mit einem insgesamt sehr ambitionierten Repertoire auf – dass der Chor zahlenmäßig nicht überbordend war, konnte rein akustisch nicht herausgehört werden, so gekonnt vielstimmig präsentierten die Sängerinnen und Sänger auch anspruchsvolle Klassiker wie „Bohemian Rhapsody“.

In tropische Gefilde, die an diesem Abend durchaus zum Wetter hätten passen können, entführte weiterfolgend die Schulband, die den Zuschauerraum vor allem mit dem Titel „Havana“ und virtuosen Trommelrhythmen in Wallung brachte – Wippen, Grooven, Tanzen unter heißer Sonne war hierbei kurzzeitig das Gebot der Spielminuten. Ebenso wie der darauffolgende Chor präsentierte auch die Schulband unter anderem ein Medley, die „Coldplay-Classics“ nämlich, die stimmlich nicht unbegleitet blieben – das Publikum ließ sich mitreißen und begleitete eingängige Zeilen der Lieder spontan mit eigenem Gesang.

Dass Musik es mit Leichtigkeit vermag, viele zusammengekommene Menschen in Gemeinschaft den gleichen Ton anstimmen zu lassen, stellte auch der darauffolgende Oberstufenchor unter Beweis. Gekonnt mehrstimmig und mit großer Souveränität sorgten sie mit einem Medley aus unterschiedlichen ABBA-Klassikern („I have a dream“) für einen echten Gemeinschaftsmoment, der ein Nicht-Einstimmen quasi unmöglich machte.

An eine gesangliche Einlage ganz ohne musikalische Begleitung wagte sich zum Ende des Konzertes noch der Lehrerchor. Besinnliche Töne wurden hierbei bei „Evening Rise“ angeschlagen. Ebenso mitreißend war der darauffolgende Titel „For the longest time“, dessen Performance durchaus mit bekannten A Capella-Chören hätte mithalten können.

Der Abend, an dem ausschließlich Musik und Gesang tonangebend waren, verging in Windeseile und wurde feierlich mit einer kurzen Verabschiedung sowie der HELS-Brass-Band des HSGs beschlossen.

Das HSG dankt seiner Musik-Fachschaft, bestehend aus Frau Funk, Frau Hettling und Herrn Hutschenreuther. Ohne sie und deren Engagement blieben die musikalischen Talente des HSGs für uns als Publikum ungehört und -gesehen. Herzlichen Dank ebenso an alle Schülerinnen und Schüler, die uns durch ihre Stimmen und Töne in so schöne musikalische Welten entführten.

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