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September 1, 2026
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Schulleben

Exkursion ins Römermuseum Osterburken der Klassen 7

Von
Amelie Erkert

Warum genau bereits zuhauf ein Baustopp in Osterburken und direkter Umgebung verhängt werden musste, davon konnten sich die Lateinschüler der 7. Klassen am Freitag, den 10. Juli, ein eigenes Bild machen.

Bei bestem Wetter und gut gelaunt unternahmen die Lateinschüler eine Exkursion per Zug ins nahe Osterburken, um dort im Römermuseum beeindruckende Funde aus der Römerzeit bestaunen zu können. Weil vor allem Baden-Württemberg und das Rhein-Neckar-Gebiet (Limesgebiet) stark von den Römern geprägt waren, finden sich hier besonders viele historische Spuren. Vor allem deswegen, erklärte die Museumsführerin mit einem Augenzwinkern, mussten sich Bauherren in Osterburken des Öfteren in Geduld üben, wenn bei Aushebungen versehentlich erneut auf einen historischen Fund, etwa Zeugnisse der Bestattungskultur des Römischen Reiches, gestoßen wurde.

Bevor wir mit diesen und anderen Zeugnissen der Vergangenheit konfrontiert wurden, sicherte die Museumsführerin die Kenntnisse der Schüler, indem sie uns vor einer Landkarte lokalisierte und historisch kontextualisierte. Den globalen Einfluss der Römer reduzierte sie so visuell gut nachvollziehbar peu à peu auf den lokalen Einfluss der Römer und ließ Schüler ausgehend von der sich verschobenen Limesgrenze (zunächst Bad Wimpfen, dann schließlich Osterburken) die Funktion von Kastellen am Limes herleiten und erläutern.

Die Sach- und lat. Sprachkenntnis sowie die didaktische Vorgehensweise, mit der die Museumsführerin die Schüler an die Hand und mit ins historische Geschehen nahm, war beeindruckend, sodass sich die zweistündige Führung für alle Beteiligten sehr kurzweilig und interessant gestaltete.

Souverän leiteten die Schüler aus deren Schilderungen den Grund der Lokalisierung röm. Grabmäler (für Reisende gut sichtbar direkt an den Stadteingängen, um jedem die Bedeutung der Verstorbenen vor Augen zu führen) her, nahmen Zeugnisse des täglichen Lebens (genagelte Schuhe) in Augenschein, begründeten das Design und übersetzten (mithilfe ihres Lehrers Alexander Schmidt) die Inschrift auf den sehr gut erhaltenen Weihesteinen, die sich zuhauf in Osterburken finden ließen. Nicht schlecht staunten die Schüler auch beim Rundgang durch eine sehr gut erhaltene römische Therme, die, gemessen an logistischer Denke und technischer Ausstattung, heutigen Badestätten in wenig nachsteht.

Einem finalen Workshop wurde abschließend noch ein Exkurs in die Götterwelt der Römer vorangestellt – schließlich ließen sich damit einige stadtarchitektonische Beobachtungen noch besser erklären und nachvollziehen. Auch hier hörte man der Museumsführerin gut und gerne zu, ließ sie es sich doch vor allem nicht nehmen, jeweils Aktualitätsbezüge und Lehren in die Ausführungen zu integrieren.

Abschließend durften sich die Schüler noch in der Kunstfertigkeit des Punzierens, der professionellen Lederbearbeitung, üben, indem sich jeder selbst ein kleines Erinnerungsstück, einen Schlüsselanhänger aus Leder, fertigte.

Wir bedanken uns beim Museum sowie der kompetenten Museumsführerin für die Zeit und die Professionalität, mit der uns das Leben der Römer noch nähergebracht wurde!

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