
Auch in diesem Jahr reiste der Italienischkurs für den beliebten Austausch gemeinsam nach Italien. Vom 1. bis zum 7. Februar 2026 besuchten wir, die Italienischlernenden der Klasse 10b des Hohenstaufen-Gymnasiums und unsere Lehrerinnen, Frau Kurtz und Frau Hain, die diesjährige Partnerschule, das Liceo Scientifico Statale Giorgio Spezia, in Domodossola. Die kleine antike Stadt, umgeben von majestätischen Bergen, war eines der vielen Highlights, die wir bei unserem Austausch erleben durften. Wir lernten nicht nur die bedeutenden Regionen und kulturellen Aspekte Norditaliens kennen, sondern knüpften auch wertvolle Freundschaften mit unseren Austauschpartnern und machten die Zeit in Italien zu etwas Besonderem! Unsere verschiedenen Aktivitäten während des Austauschs waren jedes Mal ein aufregendes Abenteuer, die wir euch nun gerne vorstellen möchten.
Am Montag, unserem ersten richtigen Tag in Italien, sind wir zunächst regulär in die Schule der Italiener gegangen, die um 8 Uhr startet. Dort sind wir in die Bibliothek und haben ein paar Fragerunden gemacht, damit wir uns alle ein bisschen besser kennenlernen. Außerdem haben uns die Italiener ihre Schule gezeigt. Nach unserem Aufenthalt sind wir gemeinsam in die Stadt, zu einem Restaurant, gelaufen. Dort aßen wir gemeinsam Piadina, Crepes mit Käse und Tomatensoße.
Nach dem Essen sprachen wir noch ein bisschen und durften danach anschließend nach Hause, zu unseren Gastfamlien gehen.
Am Dienstag sind wir mit dem Zug ohne unsere Austauschpartner nach Santa Maria Maggiore gefahren. Es handelt sich dabei um ein kleines Bergdorf, das an diesem Tag mit einer Schneedecke überzogen war. Als erstes besuchten wir ein Schornsteinfeger-Museum, denn diese Gegend ist für jene und deren Bräuche, die teilweise heutzutage noch existieren, bekannt. Außerdem besichtigten wir eine kleine Kirche mit schönen Gemälden an den Decken und Wänden. Eine Schneeballschlacht und Schneeengel durften bei diesem schönen Wetter nicht fehlen. Als letzte gemeinsame Aktivität gingen wir in ein Parfüm-Museum, in dem wir viel über die Geschichte und die Herstellung von Parfüm lernten. Daraufhin gingen wir wieder zum Bahnhof und fuhren nach Domodossola zurück. Während der Fahrt konnten wir die schöne Aussicht auf die verschneiten Alpen genießen. Am Nachmittag hat jeder etwas Individuelles mit seinem Austauchpartner oder seiner Austauschpartnerin unternommen.
Am Mittwoch sind wir nach Mailand gefahren. Dafür mussten wir schon früh aufstehen, da wir uns um 7:15 Uhr am Bahnhof getroffen haben. Nachdem wir in Mailand angekommen waren, konnten wir die Stadt zunächst zu Fuß erkunden. Dabei sahen wir das höchste Gebäude Mailands, den „Torre Unicredit“, sowie das berühmte Haus „Bosco Verticale“ (Vertikaler Wald). Anschließend haben wir in einem Buchladen eine kurze Pause gemacht und dort etwas gegessen. Danach haben wir Mailand weiter zu Fuß erkundet. Ein besonderes Highlight war der Besuch des „Teatro alla Scala“. Dort wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und hatten auch so die Möglichkeit bei Lichtproben zuzuschauen, was sehr beeindruckend war. Nach dem Besuch des Teatro alla Scala hatten wir zwei Stunden Freizeit. Diese nutzen wir zum Shoppen, Essen oder zum Genießen der Stadt. Insgesamt war es ein sehr schöner Tag, auch wenn das Wetter leider nicht gut war, da es sehr stark regnete.
Am Donnerstag standen Unterrichtsbesuche und ein Kochkurs auf dem Programm. Wir trafen uns um 8:00 Uhr morgens im Liceo G. Spezia. Zu Beginn besuchten wir in Vierergrüppchen die verschiedensten Schulfächer. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Collegio Mellerio Rosmini, eine Hotelfachschule, in der wir einen Kochkurs absolvierten. Als erstes erhielten wir eine kurze Vorstellung über das heutige Menü. Dieses bestand aus einer Mini-Quiche als Vorspeise, Gnocchi al Pomodoro als Hauptgang und einer Torte mit Rosinen und einer Kugel Vanilleeis dazu als Dessert. Alle Produkte waren ausschließlich aus der Umgebung, der Schwerpunkt lag hierbei auf der Nachhaltigkeit. Wir kochten die einzelnen Gerichte in verschiedenen Gruppen und dekorierten Teller mit einer Spinat- und Karottensoße, dabei konnten wir richtig kreativ werden und unserer Fantasie freien Lauf lassen. Das sah am Ende klasse aus. Danach sind wir in den Essenssaal gegangen, wo wir unsere hungrigen Austauschpartner erwarteten. Wir servierten ihnen unsere selbstgekochten Speisen, mit Hilfe von angehenden Servicekräften, die in der Hotelfachschule ausgebildet werden. Wir speisten genüsslich mit unseren italienischen Austauschpartnern und beendeten den gemeinsamen Tag um ca. 13:45 Uhr.
Am Freitag begann unser Tag um 8 Uhr morgens mit dem regulären Unterricht an unserer italienischen Partnerschule, dem Liceo G.Spezia in Domodossola. In kleinen Gruppen besuchten wir verschiedene Klassen und Fächer, so beispielsweise Kunstgeschichte in der Oberstufe oder den Deutschunterricht einer 10.Klasse. Wir hatten die Möglichkeit, den italienischen Unterricht hautnah mitzuerleben und mitzugestalten. Besonders interessant war es zu sehen, wie der Unterricht im Vergleich zu Deutschland abläuft und die eigenen Italienischkenntnisse fachbezogen anzuwenden. Nach dem Unterricht hatten wir eine Reflexionsrunde, während der wir unsere eigenen Stofftaschen bemalen konnten. Dabei setzten wir unsere Eindrücke vom Austausch kreativ um und kamen gleichzeitig miteinander ins Gespräch. Es war spannend zu hören, welche unterschiedlichen Erfahrungen und Erkenntnisse wir aus dieser Woche mitnehmen. Am Ende des Tages hatte jeder eine kleine, bunte Erinnerung an unseren Aufenthalt, die man behalten oder auch verschenken kann.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Klassenfahrt nach Domodossola eine gelungene Woche war. Wir haben in dieser Zeit viele Eindrücke gesammelt und einiges unternommen. Ein besonderes Highlight war der Ausflug nach Mailand, wo wir die beeindruckende Architektur und das lebendige Stadtleben erleben konnten.
Aber auch Domodossola selbst hat mit seiner ruhigen Atmosphäre und der schönen Umgebung überzeugt. Das abwechslungsreiche Programm sorgte dafür, dass es nie langweilig wurde. Insgesamt war die Woche teilweise anstrengend, aber sehr abwechslungsreich und interessant.
Kommentar einer dt. Austauschschülerin: „Der Italienischaustausch war für uns eine ganz besondere und sehr schöne Erfahrung, die wir so schnell nicht vergessen werden. Von Anfang an hatten wir viel Spaß, konnten neue Freundschaften schließen und einen spannenden Einblick in das italienische Schulsystem und die Kultur gewinnen. Besonders in Erinnerung bleiben uns die gemeinsamen Aktivitäten, die vielen lustigen Momente und die Offenheit unserer Austauschpartner. Eine große Herausforderung war es, sich in einer anderen Sprache zu verständigen. Anfangs war es ungewohnt und manchmal auch schwierig, doch mit der Zeit wurden wir immer sicherer und haben gemerkt, dass wir uns gut verständigen können. Es macht uns stolz, dass wir diese sprachliche Herausforderung gemeistert haben und dabei viel dazugelernt haben. Der Austausch hat uns nicht nur sprachlich weitergebracht, sondern auch persönlich wachsen lassen. Wir haben gelernt, offener, selbstständiger und mutiger zu sein. Insgesamt war der Italienischaustausch eine wertvolle Erfahrung, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird und für die wir sehr dankbar sind.“