Italienaustausch 2019

Die italienischen Gastschüler zu Besuch in Bad Wimpfen.

Unser Italienaustausch: Italienische Gastschüler zu Besuch

Am Sonntag, den 24.03.2019, hieß es „Buongiorno ragazzi italiani“. Dieses Jahr gab es einen Austausch mit zwei Städten, Domodossola und Pinerolo. Die Schüler und Schülerinnen aus Domodossola erreichten den Bad Wimpfener Bahnhof um 15:20 Uhr, während der Bus mit den Gästen aus Pinerolo um 20 Uhr auf dem Seegartenparkplatz vorrollte.


Am Montagmorgen gab es in der Mensa ein gemeinsames Frühstück mit allen Schülern und Schülerinnen. Herr Hellstern, unser stellvertretender Schulleiter, begrüßte unsere Gäste. Anschließend war Unterricht angesagt. Die italienischen Schüler wurden in Klassen aufgeteilt und genossen den deutschen Unterrichtsstil. Die Schüler aus Domodossola bekamen als erste Gruppe eine Stadtführung durch Bad Wimpfen und waren danach ganz begeistert. Auch den Schülern aus Pinerolo ging es nicht anders, als sie ihre Stadtführung um 13:30 Uhr bekamen.

Am Dienstag ging es dann als gemeinsamer Ausflug nach Würzburg. Wir fuhren um 8 Uhr los und machten eine Führung durch die Residenz von Würzburg. Hierbei waren die Italiener und Deutschen getrennt und jeder bekam die Residenzführung mit anschließender Stadtführung auf seiner Sprache. In der übrige Zeit in Würzburg hatten wir Freizeit, die viele zum Shoppen nutzten.

Der Mittwoch war für die Deutschen ein ganz normaler Schultag. Für die Italiener ging es nach Heilbronn, wo sie eine Stadtführung mitmachten. Den Nachmittag nach der 6. Unterrichtsstunde hatten wir zur freien Verfügung. Einige trafen sich in größeren Gruppen, anderen machten etwas im Familienkreis. Für jeden war es jedoch ein toller und erfolgreicher Tag.

Am nächsten Tag fuhren wir dann alle nach Stuttgart. Dort angekommen ging es ins Mercedes-Benz-Museum, wo wir eine Audioguide- Führung machten, und anschließend gab es Freizeit in der Stuttgarter Innenstadt. Manche gingen auf große Shoppingtour und kamen erfolgreich mit einigen Tüten zurück.

Am Freitag war schon der letzte Tag angebrochen. Von der ersten bis zur vierten Stunde war normaler Unterricht angesagt. In den letzten beiden Stunden versammelten wir uns alle in der Mensa, wo wir rückblickend über den Austausch sprachen und schöne Momente austauschten.

Am Samstag, den 30. März 2019, hieß es Abschied nehmen. Der Bus nach Pinerolo fuhr bereits morgens um 7 Uhr zurück nach Italien, während die Schüler aus Domodossola um 8:22 Uhr in die Bahn nach Hause stiegen.

Abschließend kann man sagen, dass der Austausch ein voller Erfolg war. Es war eine tolle Erfahrung, einen Einblick in das italienische Schülerleben zu bekommen und es war eine tolle Möglichkeit, meine Sprachkenntnisse auf ein neues Level zu bringen. Ich würde diesem Austausch gerne wiederholen und kann jedem, der die Möglichkeit hat, nur empfehlen, einen Austausch zu machen.

Lara Grabowski, 10b

 

Der Italienaustausch im Schuljahr 2018/19: Pinerolo

 

Endlich hatte das Warten ein Ende. Am 07.04.19 war es soweit: Die deutschen Schüler der zehnten Klassen des Hohenstaufen-Gymnasiums Bad Wimpfen begaben sich auf den Weg Richtung Italien, ins Piemont. Nach einer schönen Woche mit ihren Austauschpartnern in Deutschland durften auch sie Italien zu Gesicht bekommen.

In den Morgenstunden des ersten Sonntags im April gegen 7:30 Uhr war der Bus in Sichtweite.

Ein schnelles Verabschieden ermöglichte eine pünktliche Abfahrt. Mit einem Lächeln im Gesicht und viel Freude fuhren die Schüler mit ihren vier Begleitlehrern, Frau Hain, Herrn Wiedemann, Frau Neubauer-Theis und Herrn Oesterle über die Schweiz in Richtung Italien.

Gegen 16:30 Uhr erreichten sie Domodossola, wo für etwa die Hälfte der Schüler und zwei Begleitungslehrer das Ziel erreicht war. Sie wurden von ihren Austauschpartnern freudig in Empfang genommen. Für den anderen Teil ging es weiter bis nach Pinerolo, das sie gegen 20 Uhr erreichten. Alles ausgeladen und in Autos verstaut, konnte dem späten Abend mit der Gastfamilie nichts mehr im Wege stehen.

Am Montagmorgen stand fürs erste die Schulerkundung für die deutschen Schüler auf dem Plan.

Von zwei Italienerinnen wurden sie über das Gebäude und die verschiedenen Räume aufgeklärt, welche sie auch zu sehen bekamen. Nach der Führung durch die Schule war nun die Stadt selbst an der Reihe. Jeder italienische Austauschschüler hatte eine kleinen deutschen Text zu bestimmten Bauwerken aus Pinerolo vorbereitet, welche bei einer Stadtführung präsentiert wurden. Zum Mittagessen gab es italienische Spezialitäten in der Schule, die von jedem Schüler aus Pinerolo selbst gemacht worden waren: zum Beispiel zum einen die bekannte Pizza oder Blätterteigwaren. Der Nachmittag stand jedem zur freien Verfügung. In kleine Gruppen genoss man das schöne Wetter und die Zeit zusammen. Ob in einem Café (italienisch: al bar) oder auf einem kleinen Rummel mit Fahrgeschäften, man hatte immer etwas zum Lachen.

Der Dienstag sah ganz anders aus. Frühmorgens ging es mit dem Bus nach Savona in Ligurien.

Savona ist eine Stadt am Meer, welche die Schüler besser kennen lernten. Dort erhielten sie eine Stadttour sowohl auf deutsch als auch auf italienisch. Nach einer kurzen Pause ging es mit dem Bus weiter nach Noli, das zwanzig Minuten entfernt liegt. Noli ist eine kleine Stadt ebenfalls am Meer. Nach einer Fotoaktion und einem schönen Tag am Strand ging es gegen den späten Nachmittag zurück nach Pinerolo und in die Gastfamilien.

Mittwochs um 8 Uhr war die Fahrt nach Torino (deutsch: Turin) angesagt. Nach einer guten Stunde Fahrt traf der Bus dort ein. Für alle Schüler stand eine gemeinsame Stadtführung auf dem Plan. Diese war jedoch nur auf Italienisch, so dass Frau Hain ab und zu die Rolle einer Dolmetscherin übernehmen durfte.

Um 15 Uhr trennten sich die Gruppen – die deutsche Schüler besichtigten das Nationale Kinomuseum in der Stadt, während die Italiener die Architektur Torinos studierten. Im Kinomuseum erklärte eine Führerin den Unterschied zwischen den verschiedenen Genren von Filmen und welche Wirkung sie auf den Zuschauer haben sollen. Doch auch die geschichtlichen Informationen zu der Produktion und Verarbeitung von Filmen waren spannend anzuhören. Nach der Führung hatten alle interessierten Schüler die Möglichkeit, ganz Turin von der Spitze des Kinomuseums zu sehen. Mit einem Aufzug fuhren sie hinauf. Der Rest der Bande setze sich in gemütliche Kinostühle und lehnten sich entspannt zurück, um kurze Filmausschnitte anzuschauen. Nach der Führung kamen beide Gruppen wieder zusammen und die Rückfahrt nach Pinerolo konnte angetreten werden.

Der Donnerstag begann für alle in der Schule. Nicht nur die Italiener hatten normalen Unterricht, sondern auch die Schüler aus Deutschland waren in unterschiedlichen Klassen aufgeteilt, um zwei Stunden beim Unterricht teilzunehmen. Die Schule endete rechtzeitig, so dass der Mittag und der Abend zur freien Verfügung standen und vereinzelte Gruppen sich erneut auf den Weg Richtung Torino machten, um die Gassen unsicher zu machen und kleine Andenken für sich zu kaufen.

Der letzte Tag hatte die Kälte in sich. Doch ein Bus machte sich trotzdem auf den Weg in Richtung der größten Festung Europas. Auch bekannt unter dem Namen „Fenestrelle“.

Dort angekommen erhielten alle zusammen eine Führung durch verschiedene Gebäudeteile der Festung. Wie die Nahrung aufbewahrt wurde oder die Gefangen gehalten wurden, bekamen alle zu sehen. Der Weg dorthin war jedoch nicht einfach. Um die 4000 Stufen aufwärts hatte die Festung aufzuweisen. Um zu den Gefängniszellen zu gelangen, mussten einige davon bewältigt werden. Es war rutschig, nass und kalt, aber eine neue Erfahrung, die man nicht vergessen wird.

Nach der Führung und einem kleinen Zwischenhalt, um sich zu stärken ging es nach Villar Perosa.

Eine Stadt, die wichtig für die Waffenproduktion für Deutschland während des Zweiten Weltkrieges war. Dort besuchten die deutschen und italienischen Schüler in zwei getrennten Gruppen einen alten Luftschutzbunker, der den Bombenangriffen standhielt.

Es war erstaunlich, wie gut versorgt man unter der Erde sein kann und wie groß so ein Bunker gebaut werden kann. Waschanlagen, Toiletten und selbst eine Krankenstation waren vorzufinden.

Nach regelmäßigem Staunen ging es zurück nach Pinerolo und der letzte Abend stand schon an.

Der Abschied am Samstagmorgen fiel sehr schwer und man beschloss, sich wiederzusehen. Nach einer schönen und spannenden, aufregenden Woche ging es nun zurück in die Heimat. Über Domodossola, wo die anderen Schüler und Lehrer zustiegen, und die Schweiz erreichten die deutschen Schüler am 13. April 2019 Bad Wimpfen gegen 20 Uhr.

Eine schöne Zeit liegt nun hinter den Schülern, die sie nie vergessen werden.

 

Alicia Acker, Klasse 10b

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